25.10.2017 - KroatienTag 2017

Wirtschaftswachstum Kroatiens kann mit der verstärkten Verbindung der Wirtschaft mit der Wissenschaft und Forschung unterstützt werden.

Renommierte Vertreter der kroatischen und österreichischen/steirischen Wirtschaft und Wissenschaft sowie von Institutionen haben beim diesjährigen KroatienTAG am 25. Oktober in Graz-Raaba teilgenommen.
Im Fokus der Veranstaltung waren die Intensivierung der Zusammenarbeit der Wirtschaft mit der Wissenschaft und Forschung mit dem Ziel der Erreichung von höheren Wirtschaftswachstumsraten als den prognostizierten 3 % sowie Austausch von Erfahrungen bei den bilateralen Projekten, welche die Zusammenarbeit der Wirtschaft und Wissenschaft bzw. angewandter Forschung voraussetzten.
Diese Wirtschaftsveranstaltung fand in der Raiffeisen-Landesbank Steiermark statt, wo sich der Sitz der Kroatisch-Österreichischen Handelskammer (KÖHK) befindet.

KÖHK-Präsident MMag. Martin Schaller zeigte sich optimistisch, dass das BIP-Wachstum in Kroatien, genauso wie in Österreich, die 3 %-Marke erreichen wird, wofür die Steigerung der kroatischen Exporte und der Inlandskonsum sowie die gute touristische Saison verantwortlich sind. Die kroatische Handelsbilanz mit Österreich ist im ersten Halbjahr 2017 um 9,3 % gewachsen und Österreich ist mit 3,8 Mrd. EUR (gemessen im Zeitraum von 1993 bis Ende Juni 2017) der zweitgrößte Investor in Kroatien(nach den Niederlanden).
Schaller: „Die Konjunkturdaten stimmen uns positiv. Doch müssen wir uns um einen nachhaltigen Aufschwung bemühen. Die Kroatisch-Österreichische Handelskammer will hier weiterhin ein gutes Vorbild für Zusammenarbeit sein. Denn wirtschaftliche Zusammenarbeit nützt letztlich beiden Ländern.“

Mario Antonić, Staatssekretär im kroatischen Wirtschaftsministerium, betonte, dass das Wirtschaftswachstum von 3 % im Jahr 2016 sehr stark von KMU’s getragen wurde und dass die Innovationen und die Digitalisierung der Industrie den Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit der kroatischen Wirtschaft darstellen werden. Um die Konkurrenzfähigkeit des Industriesektors zu stärken, hat die kroatische Regierung die strategischen Dokumente entwickelt, in welchen konkrete Maßnahmen zur Förderung von Investitionen in Forschung, Entwicklung und Innovationen definiert sind. Diese beziehen sich auf die Steuerreform – z.B. Forschungsprojekte werden durch die Steuersenkungen forciert – oder darauf, dass bei den Ausschreibungen hochwertige Qualität und nicht das billigste Angebot den Auftrag erhält. Was die Nutzung der EU-Fonds für Investitionsprojekte betrifft, befindet sich Kroatien auf dem 11. Platz in der EU.
Dr. Tome Antičić, Staatssekretär im kroatischen Wissenschaftsministerium, informierte über die Gründung von Exzellenz-Zentren in Kroatien im Wert von 50 Mio. EUR und über die guten Erfahrungen des renommierten kroatischen Forschungsinstituts „Rudjer Bošković“.

Dass die Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Forschung ein ganz wichtiger Grundpfeiler des Erfolges von AVL ist, zeigte sich in der Geschichte und der Entwicklung dieser Firma in Österreich und auch bei der Gründung der kroatischen Tochter in Zagreb – betonte Dr. Gotthard Rainer, Vice President von AVL List GmbH.
Univ. Prof. Dr. Wolfgang Pribyl, Geschäftsführer Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH  (JR) in Graz, berichtete über die Erfahrungen von JR im angewandten Forschungsbereich im Auftrag der Wirtschaft.

Zum Schluss präsentierte Gespan Igor Andrović die Virovitičko-podravska Gespanschaft (s. Präsentation zum Download), welche das erste Kompetenzzentrum in Kroatien hat – Pannonian Wood Competence Center.

Präsentation zum Download

    • v.l.n.r.: Gespan Igor Androvic, KÖHK-Präsident Martin Schaller, Botschafterin Dr. Vesna Cvjetkovic, Wirtschafts-Staatssekretär Mario Antonic, LR a.D. LAbg. Christian Buchmann
    • v.l.n.r.: Dr. Gotthard Rainer (AVL), Sonja Holocher-Ertl (AWÖ-Center in Zagreb), Ivana Filipovic (Pannonian Wood Competence Center), Danijela Cenan (CIRAZ-HGK), Prof. Dr. Wolfgang Pribyl (Joanneum Research Forschungs GmbH), Staatssekretär Dr. Tome Anticic (Kroat. Wissenschaftsministerium)