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03.10.2018 Kroatientag 2018

Österreichische Tourismus-Investitionen in Kroatien mit 600 Mio. Euro auf Rekordniveau

Kroatientag 2018
Foto (Kanižaj/Raiffeisen): Machten beim Kroatientag Appetit auf mehr Zusammenarbeit im Tourismus: Gespan Ivan Anušic und Tourismus-Minister Gari Cappelli aus Kroatien sowie Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl und KÖHK-Präsident Martin Schaller

 

Österreich und Kroatien wollen Zusammenarbeit im Tourismus weiter verstärken 

[Graz, 3. Oktober 2018] Die äußerst erfolgreiche Entwicklung im kroatischen Tourismus sowie neue Strategien der Zusammenarbeit zwischen Kroatien und Österreich bildeten den Schwerpunkt des bereits 17. Kroatientages in der Raiffeisen-Landesbank Steiermark, dem Sitz der Kroatisch-Österreichischen Handelskammer (KÖHK). An der Spitze der Referenten und Experten begrüßte KÖHK-Präsident Martin Schaller den kroatischen Minister für Tourismus, Gari Cappelli sowie die steirische Wirtschafts- und Tourismuslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl.  

Kroatien erwartet heuer 12 Milliarden Euro an Tourismuseinnahmen 

Der Tourismus ist seit jeher ein bedeutender Wirtschaftszweig Kroatiens und hat in den letzten Jahren weiter an Dynamik gewonnen. Das erste Halbjahr 2018 brachte ein Einnahmen-Plus von 10 Prozent, insgesamt rechnet man heuer mit 100 Millionen Nächtigungen und Rekordeinnahmen von etwa 12 Milliarden Euro. Dies trägt wesentlich dazu bei, dass Kroatien ein Wirtschaftswachstum von rund 3 Prozent in 2018 erwartet. „Von einem starken Tourismus in Kroatien profitieren auch österreichische Unternehmen, die in Kroatien investieren. Die Kroatisch-Österreichische Handelskammer hat bereits vor zehn Jahren die Zusammenarbeit forciert, die sich nun bezahlt macht“, erklärt Schaller. Als eine Folge werden heuer die österreichischen Investitionen in den kroatischen Tourismus auf über 600 Millionen Euro klettern. 

Österreich mit 4 Milliarden Euro unverzichtbarer Investor in Kroatien 

Tourismusminister Gari Cappelli betonte die besondere Attraktivität von Kroatien für ausländische Investoren: „Die Investitionskosten sind in Kroatien laut Berechnungen von Eurostat um ein Drittel niedriger als im europäischen Durchschnitt.“ Dies begründe auch, dass seit 1990 rund 33 Milliarden Euro ausländische Investitionen in den kroatischen Tourismus geflossen sind. Österreich gehört mit rund 4 Milliarden Euro zu den wichtigsten und verlässlichsten Investoren. Strategisch will sich der kroatische Tourismus breiter positionieren. So ist der Ausbau von Destinationen auch abseits der Küstenregionen geplant. Weitere Schwerpunkte werden im Wellness- und Gesundheitstourismus gesetzt, wo man auf das Know-how in der steirischen Thermenregion und Kooperationen baut. 

Eibinger-Miedl: Gemeinsamkeiten nutzen 

Die steirische Wirtschafts-Landesrätin betonte Gemeinsamkeiten, aber auch drei wesentliche Herausforderungen, vor denen beide Länder stünden. So sei Wachstum im Tourismus dank der bereits hervorragenden Buchung heimischer Gäste vorranging durch internationale Gäste möglich. Weiters müsse die Digitalisierung für die wirksame Präsentation der Tourismusangebote im Internet noch besser genutzt werden und der Breitbandausbau auch für ländliche Gebiete fortgesetzt werden. Als dritte Herausforderung nannte Eibinger-Miedl den Fachkräftemangel, gegen den bereits Initiativen gestartet wurden. 

Gespanschaft Osijek-Baranja stellt sich vor 

Traditionell präsentiert sich bei jedem Kroatientag jeweils eine Gespanschaft. Dieses Mal war es die Gespanschaft Osijek-Baranja, die im östlichsten Teil von Kroatien liegt. Die Region will sich im Wellness-und Gesundheitstourismus besonders positionieren. Gespan Ivan Anušic: „Wir setzen auf die Zusammenarbeit mit unseren österreichischen Partnern und freuen uns, viele österreichische Gäste in unserer Region willkommen zu heißen.“